Der SAY-Lifestyle an der Côte d‘Azur

Es ist ein Nachmittag im Spätsommer. Die schlichten erdfarbenen Häuser mit ihren Restaurants und Bars an der Hafenpromenade von Saint-Tropez sind in das wundervolle weiche Licht gehüllt, dass einst Künstler wie Henri Matisse, Pierre Bonnard oder auch Brigitte Bardot an die Côte d’Azur lockte. Stilettos klappern, der Motor eines Sportwagens heult kurz auf und die Geräusche vermischen sich mit dem Wirrwarr verschiedener Sprachen aus aller Welt.

Wir haben heute einen perfekten Blick auf die Szenerie, sitzen aber nicht – wie üblich – im Café de Paris oder in der Bar du Port für einen Aperitif, sondern cruisen ganz langsam durch den Vieux Port. Von Bord unserer gerade abgelieferten SAY45 RIB eröffnet sich eine ganz neue Perspektive auf das Treiben am Kai und die hier festgemachten Yachten. Die Crewmitglieder und Eigner auf den Mangustas oder Benettis winken uns freundlich zu. Wir sind jetzt einer der ihren-Bootsleute.

Ganz langsam schiebt mein Mann den Gashebel nach vorn, als wir uns der Hafeneinfahrt nähern. Ich drehe mich noch einmal zu den Kindern um, die allesamt ein Strahlen im Gesicht haben. Die beiden Großen sind für familiäre Aktivitäten gar nicht mehr so einfach zu motivieren, aber wenn wir das Stichwort „Boot“ nennen, sind sie sofort dabei.

Wir steuern nun auf den Golf de Saint-Tropez hinaus und beschleunigen immer weiter. Die See ist vom Sturm der vergangenen Tage noch etwas aufgewühlt, doch das knapp 14 Meter lange Schlauchboot schneidet mit seinem festen Rumpf mühelos durch die Wellen. Das GPS-Gerät zeigt rund 40 Knoten als Geschwindigkeit an, das sind umgerechnet fast 75 km/h. Auf dem Datenblatt des Bootes stehen theoretisch noch 20 Knoten mehr, doch wir begnügen uns meist mit diesem Tempo, das bei allen für einen ausreichenden Adrenalin-Kitzel sorgt.

Der Plage de Pampelonne mit seinen hippen Beachclubs kommt nun in Sicht, vor dem wir ankern und ein Gläschen trinken wollen – der Rosé lagert gut temperiert im Kühlschrank. Das Gedränge und die Lautstärke in den Clubs überlassen wir gern anderen; der Blick auf das Geschehen reicht uns vollkommen aus. Die Kinder werden schwimmen gehen und sich dann trocken sonnen, bevor es kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück in den Hafen geht… Ein perfekter Familien-Nachmittag, der mit einem Dinner in den schicken Gassen des ehemaligen Fischerdörfchens enden wird.

Johannes Haller beim Sonnenuntergang auf der SAY 45
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